Friedrich Schwanecke
Die Menschen rufen niemals so viel Leid hervor, als wenn sie aus Glaubensüberzeugung handeln.
Ich lebe Tag um Tag so viele Stunden lang und spüre nichts von Dir. Die anderen sagen mir, das gibt es einfach nicht, so was wie einen Gott. Laß mich doch dann und wann und sei's sekundenlang, erfahren, dass Du bist.
Nur wer ein Auge dafür hat, sieht etwas Schönes und Gutes in jedem Wetter, er findet Schnee, brennende Sonne, Sturm und ruhiges Wetter schön, hat alle Jahreszeiten gern und ist im Grunde damit zufrieden, dass die Dinge so sind, wie sie sind.
Die Wüstenväter lehren uns eine Spritualität von unten. Sie zeigen, dass wir bei uns und unseren Leidenschaften anfangen müssen. Der Weg zu Gott führt bei ihnen immer über die eigene Selbsterkenntnis.
Ein Mensch ist dann groß, wenn er trotz der Größe des Erreichten im Innersten seines Herzens ein liebenswerter Mensch geblieben ist.
Haben Sie mit allen Menschen Geduld, aber besonders mit sich selbst!
Nicht das Argument ist es, was den heutigen Menschen überzeugt. Was den Menschen überzeugt und interessiert, ist die Persönlichkeit, Wahrheiten müssen gelebt werden durch Menschen.
Lassen wir es dabei. Nicht traurig sein. Betet für mich, und ich helfe Euch auch, Ihr werdet schon sehen. Jetzt muss ich mich ganz loslassen. Dank für alle Liebe und Güte und Treue ...! Was auch kommen mag, es sei gegeben für Euch und für dieses Volk als Samen und Segen und Opfer.
Die Zukunft der Menschheit wird nicht allein vom technischen Fortschritt und politischer Machtentfaltung bestimmt werden, sondern vor allem davon, wie es uns gelingt, die heranwachsende Generation zur Menschenwürde zu erziehen.
Wenn Saulus, der leidenschaftliche Verfolger der jungen Kirche, ein Apostel wurde, dann haben alle Menschen, die mit Gott ringen, eine Chance.
Deine Not bringst Du vor Gott - und Deine Freude?
Seit zweitausend Jahren ist die christliche Zeitrechnung, doch wann werden wir beginnen, Christen zu sein?
Du siehst nachts viele Sterne am Himmel, aber findest sie bei Sonnenaufgang nicht mehr. Kannst Du deshalb sagen, dass tagsüber keine Sterne am Himmel stehen? So sage auch nicht, dass es keinen Gott gibt, weil Du ihn in den Tagen Deiner Unwissenheit nicht siehst.
Wer sich mit Gott zu vereinigen glaubt, indem er sich von den Menschen absondert, befindet sich auf einem Irrweg und versinkt anstatt in Gott nur immer tiefer in sich selbst.
Selig, die immer bereit sind, den ersten Schritt zu tun - denn sie werden entdecken, dass der andere viel offener ist, als er es zeigen konnte.
Wenn viele oder doch wenigstens eine Gruppe von Menschen wirklich Gott im Nächsten dienten, würde die Welt bald Christus gehören.
Der größte Fehler des Menschen ist, dass er so viele kleine hat.
Macht in Amt und Würde, Größe und Ansehen durch Geburt, ja selbst die glänzendste Begabung und Talente sind nichts und verschwinden gegen das einzige Große, was der Mensch zu erreichen vermag: die Rechtschaffenheit und Schönheit des Charakters.
Der schlimmste Fehler der Menschen ist ihr Mangel an Einfühlungsvermögen. Darum vermag sich auch so selten einer den richtigen Begriff von seines Nächsten Leiden zu machen.
Nicht die Vermehrung der Habe, sondern die Verringerung der Wünsche ist angezeigt.
Es gibt Menschen, die nie zufrieden sind; sie möchten bald diesem, bald jenem ihre Meinung und ihr Anliegen sagen; bald dem einen, bald dem anderen um Rat fragen - und tun am Ende doch nur, was sie wollen.
Beten ändert Gott nicht, aber den Beter.
Kein Problem wird gelöst, wenn wir träge darauf warten, dass Gott allein sich darum kümmert.
Sage den Menschen, die Du lieb hast, immer wieder, dass Du sie lieb hast. Die Liebe der Menschen lebt von gütigen Worten.
Man überschätzt leicht das eigene Wirken und Tun in seiner Wichtigkeit gegenüber dem, was man durch andere geworden ist.
Eine Gunst hört auf, eine Gunst zu sein, wenn Bedingungen an sie geknüpft sind.
Ich habe oft mein Sprechen bedauert, aber selten mein Schweigen
Reich ist man nicht durch das, was man besitzt, sondern mehr noch durch das, was man mit Würde zu entbehren weiß. Und es könnte sein, dass die Menschheit reicher wird, indem sie ärmer wird, dass sie gewinnt, indem sie verliert.
Der Mensch von heute liebt die Anpassung, die goldene Mittelmäßigkeit. Er kennt keine wirkliche Begeisterung, keine echte Hingabe, keinen wirklichen Kampf, keine wirkliche Liebe.
Der Mensch hat dreierlei Wege, klug zu handeln:
Manch einer arbeitet so eifrig für seinen Lebensabend, dass er ihn gar nicht mehr erreicht.
Wären die Menschen doch dankbar für das, was ihnen geblieben ist, statt zu klagen über das, was sie verloren haben.
Nicht auf einer Leiter steigt man zum Himmel, sondern durch gute Werke.
Ich glaube, dass wir, wenn der Tod uns die Augen schließt, in einem Licht stehen, vor welchem unser Sonnenlicht ein Schatten ist.
Wenn andere uns ehren, sagt das oft mehr über sie als über uns aus.
Das Böse, das wir tun, wird Gott uns vielleicht verzeihen. Aber unverzeihlich bleibt das Gute, das wir nicht getan haben.
Der Nächste ist nicht der, den ich mag, es ist jener, der mir nahe kommt - ohne Ausnahme.
Die Menschen bauen zu viele Mauern, doch zu wenig Brücken.
Wir sehnen uns zuweilen nach Dingen, die es möglicherweise gar nicht gibt.
Das Ganze des Lebens durch die Vernunft dividiert, geht nie auf ohne Rest.
Wer der Meinung ist, dass man für Geld alles haben kann, gerät leicht in den Verdacht, dass er für Geld alles zu tun bereit wäre.
Irrtümer haben ihren Wert; jedoch nur hie und da. Nicht jeder, der nach Indien fährt, entdeckt Amerika.
Wer nie gelitten hat, weiß auch nicht, wie man tröstet.
Eine Gemeinschaft ist nichtz die Summe von Interessen, sondern die Summe von Hingabe.
Menschen, die nach immer größerem Reichtum jagen, ohne sich jemals Zeit zu gönnen, ihn zu genießen, sind wie Hungrige, die immerfort kochen, sich aber nie zu Tische setzen.
Der Hass ist ein schlechter Berater, er lebt nur vom Gestern.
Schäme Dich nicht zu schweigen, wenn Du nichts zu sagen hast.
Es weiß keiner von uns, was Gott wirkt und was er den Menschen gibt. Es ist für uns verborgen und soll es bleiben. Manchmal dürfen wür ein klein wenig davon sehen, um nicht mutlos zu werden.
Nostalgie ist die Sehnsucht nach der guten alten Zeit, in der man nichts zu lachen hatte.
Die Pflicht zu leben hat Vorrang vor dem Recht zu sterben.
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